Samstag, 14. November 2009

Zwischen Weimar und Hamburg

Natürlich kann man den Rückweg aus dem Urlaub
in wenigen Stunden über die Autobahn bewältigen.
Das wollten wir aber in dem Fall nicht.
Wir hatten uns noch einige Zwischenstationen vorgenommen
und so fuhren wir über die Landstraßen zuerst nach
Eisleben.
Hier gibt es Luthers Geburtshaus sowie sein Sterbehaus.
Beide haben wir uns aber nur von außen angesehen.
Wir hatten noch einen weiten Weg vor uns
und waren auch etwas museumsmüde.
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Nach einem Spaziergang durch die Stadt ging es weiter nach............ ..................Magdeburg.
Zuerst gingen wir in den Dom, der gerade restauriert wird.

In der Nähe entdeckten wir ein wunderschönes Hundertwasser-Haus,

von dem wir vorher nichts wussten. Ich mag diese Bauweise. Sogar der Sanitärbereich ist entsprechend gestaltet. Ob deshalb die Nutzungsgebühr so hoch ist?

Wir mussten natürlich auch einen Blick auf die Elbe werfen, die wir in Hamburg ja öfter mal zu Gesicht bekommen.

Weiter ging es nach

Uelzen.

Und wieder gab es ein Hundertwasser-Werk zu besichtigen, diesmal aber geplant. Den Hundertwasser-Bahnhof wollte ich schon lange mal sehen. Aber es ist mir zu weit, um einfach mal hinzufahren. Auch er gefiel mir sehr gut.

Leider war der Tag insgesamt sehr grau und neblig,
so dass wir von der schönen Landschaft
auf unserem Weg nicht so viel mitbekommen haben.
Immerhin haben wir ungefähr 90km eingespart und
noch einige schöne Orte besichtigen können.
Also:
Der Weg ist das Ziel.
* ♥ *

Montag, 9. November 2009

Mauerfall 1989 - ich war dabei

Am Abend des 10. November 1989, einem Freitag, sagte ich zu meinem damaligen Nochnichtehemann, nachdem in den Nachrichten eigentlich nur immer wieder eine Meldung gebracht wurde: eigentlich müsste man nach Berlin fahren.
Und am nächsten Morgen fuhren wir ganz früh in Hamburg los.
Ich war vorher noch nie in der DDR, außer kurz in Ostberlin.
Deshalb war die Fahrt schon etwas beklemmend.

Die Autobahn Hamburg - Berlin
Auf die Idee waren aber noch viele andere gekommen.
Lange Schlangen vor den Banken für die 100 DM Begrüßungsgeld.
Am Checkpoint Charly Ich sah sehr viele Menschen mit Tränen in den Augen und auchmir liefen die Tränen aus den Augen. Einfach so. Diese Stimmung werde ich nie vergessen. Sie war so emotional. Die ersten Löcher gab es schon in der Mauer und viele hatten Werkzeuge mitgebracht, die geeignet waren, die Löcher zu vergrößern. Hier konnte ich schon einen Blick nach "drüben" werfen. Und es kamen auch Blicke zurück. Alle halfen mit vereinten Kräften. Die Werkzeuge gingen von Hand zu Hand.
Groß ..........
............... und klein trugen ihr Teil bei.
Wo viele Menschen sind,
gibt es an so einem Tag auch viel Müll.
Straße des 17. Juni

Das Straßenschild war schon überklebt worden.
Presse aus der ganzen Welt
war vor Ort.
Der Kudamm war schwarz von Menschen.
Es war einfach nur toll.
Wir mussten weit laufen, um wieder zu unserem Auto zu kommen, das irgendwo am Charlottenburger Schloss parkte. Busse und Bahnen waren hoffnungslos überfüllt.
Aber es war klasse, in dieser Menschenmenge zu gehen. Ich bin so froh, dass wir damals gefahren sind. Es war ein einmaliges Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.
* ♥ *

Freitag, 6. November 2009

Die erstenWeihnachtskarten........

.............sind schon länger fertig.
Gestern und heute habe ich auch am Nachmittag gebastelt.
Ich genieße es, wenn ich einfach so drauflosbasteln kann.
Die Anzahl hat sich deshalb gleich verdoppelt.
Aber ich muss ja nicht gleich alle zeigen. =)
Die Stempel sind alle von Bettys Creations
* ♥ *

Montag, 2. November 2009

Erfurt

Ein halber Tag unseres Thüringenurlaubes gehörte Erfurt.
Unten sehen wir die Krämerbrücke, die mich sehr begeistert hat.

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Die schmale Gasse beherbergt viele kleine Läden
der etwas individuelleren Art.
Kein Null-acht fuffzehn-Schund, keine Imbisse oder ähnliches.
Alles passend zur Architektur.
In der Altstadt kann man lange herumwandern und die vielen schönen Fachwerkhäuser bewundern. Erfurt hat recht viele Kirchen. Das Wahrzeichen der Stadt aber sind Dom und Severikirche auf dem Domplatz. Die beiden Kirchen stehen auf dem Domberg
und sind über 70 Stufen zu erreichen. ********************************
Nachmittags haben wir das von Weimar nur etwa 10km entfernt gelegene ehemalige

KZ Buchenwald

besucht.
Ich möchte jetzt gar nicht so viele Fotos zeigen, denn ich denke, wer dort in der Nähe ist, sollte sich selbst ein Bild machen. Meine Empfindungen kann und will ich auch gar nicht kundtun. Auf jeden Fall sollte man Zeit mitbringen, denn das Ganze ist nicht mal eben in einer halben Stunde erledigt.

Das Mahnmal, etwas abseits vom Gelände gelegen. Dort gibt es einen eigenen Parkplatz.

* ♥ *

Freitag, 30. Oktober 2009

Die Wartburg und Eisenach

Gleich am Montag haben wir das schöne Wetter genutzt
und sind ins etwa 90km von Weimar entfernte
Eisenach zur Wartburg gefahren.
Sie ist sehr geschichtsträchtig.
Luther hat hier kurze Zeit gelebt und in nur zehn Wochen das
Neue Testament ins Deutsche übersetzt.
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Hier haben wir eine Führung für den Innenbereich mitgemacht. Darauf sollte man nicht verzichten, sie ist sehr empfehlenswert.

Danach sind wir noch in den Ort gefahren
und haben uns etwas umgesehen.
Es gibt dort das Bachhaus ,
das als Johann Sebastian Bachs Geburtshaus angesehen wird (rechts oben)
Das schmalste Haus Deutschlands haben wir auch gefunden. (unten Mitte)
Es ist wirklich leicht zu übersehen mit seiner Breite von 2.05m
Unten links ist das Lutherhaus zu sehen,
in dem Luther eine Zeitlang gelebt haben soll. * ♥ *

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Pulswärmer

Nein, die Weihnachtskarten zeige ich noch immer nicht.
Es gibt noch so viel anderes.
Neulich habe ich bei Kirsten
Pulswärmer entdeckt und mir gleich Wolle gekauft.
Mit etwas Nachdenken kam sogar die Erinnerung wieder,
wie man Zopfmuster strickt.
Ich habe es Jahre nicht mehr gemacht.
Nun hat mein großes Kind das erste Paar bekommen.
Das zweite Paar ist in Arbeit und wird meins bleiben.
* ♥ *

Sonntag, 25. Oktober 2009

Weimar - Kultur pur

In der letzten Woche haben mein Mann und ich in Weimar in Kultur förmlich gebadet. Es gab und gibt dort so viel zu sehen und zu besichtigen. Im wunderschönen Park an der Ilm steht Goethes Gartenhaus, in dem er mehrere Jahre gelebt hat. Ich will hier nicht mit Jahreszahlen und Geschichte aufwarten. Wen so etwas interessiert, wird es eh nachlesen. Der Park lädt gerade im Herbst zu einem Spaziergang ein. Er ist damals von Landschaftarchitekten angelegt worden und bezaubert mit seinen wunderbaren Farben und Sichtachsen.
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Goethes Wohnhaus, bzw, hier auf dem Foto das Haus des Museums unmittelbar daneben. Leider standen vor dem eigentlichen Wohnhaus meistens Autos, so dass ein Foto nicht so schön ausgesehen hätte. Auf den beiden unteren Fotos sehen wir das Wohnhaus der Charlotte von Stein, seiner Muse. Das Haus ist jetzt an einen spanischen Investor verkauft worden, der dort eine Daliausstellung einrichten will. Rechts auf dem linken Foto die Anna Amaliabibliothek. Wir haben sie nicht besichtigt, weil pro Tag nur 250 Karten verkauft werden und das Kontingent ausgeschöpft war.
Selbstverständlich haben wir das Wohnhaus besichtigt. Innen durfte man nicht fotografieren. Es war sehr eindrucksvoll, zu sehen, wie er gelebt hat. Besonders schön fand ich die Wandfarben. Er hatte die Zimmer nach seiner Farbenlehre gestalten lassen. Im Museum wurde eine Ausstellung mit seinen Landschaftsmalereinen gezeigt, die aber jetzt ausläuft. Hier sind einige Außenansichten und Eindrücke vom Garten zu sehen. Natürlich steht auch hier ein Gingkobaum, den Goethe aber nicht mehr erlebt haben dürfte.
Goethe und Schiller lebten einige Jahre gleichzeitig in Weimar. Auch das Schillerhaus kann man besichtigen. Allerdings gibt es wenig von ihm zu sehen, da nach seinem Tod seine Familie viele Jahre allein dort gewohnt hat.
Hier noch einmal Eindrücke vom Park mit einigen Statuen. Franz Liszt, der auch in Weimar wohnte, William Shakespeare, der aber mW nie in Weimar warund eine Sphinx an der Läutraquelle.
Unten sehen wir das Rathaus mit einem Glockenspiel aus Meißner Porzellan, den Marktplatz, auf dem jeden Tag ein Markt stattfindet, das Lucas Kranachhaus, in dem es ein Theater gibt, die Goethe-Schillerstatue vor dem Theater, Schloss Belvedere, das auch einen großen Park hat, den wir aber wegen einsetzendem Regen nicht angesehen haben. Man kann in Weimar Kutschfahrten machen, eine sehr interessante zweistündige Stadtführung, man kann das Stadtschloss besichtigen, das Wittumspalais, das Bauhausmuseum und vieles mehr.
Wir waren auch auf dem historischen Friedhof mit der Fürstengruft.
Dort liegen viele berühmte Persönlichkeiten begraben.
Die vermutlichen Gebeine Schillers wurden einem Gentest unterzogen, der aber negativ ausfiel. Deshalb ist sein Sarg leer. Schiller wurde ursprünglich in einem Kassengewölbe beerdigt und erst nach Jahren wurden seine Knochen, bzw, das, was man dafür hielt, gesondert beigesetzt.
Die russisch-orthodoxe Kirche auf der Rückseite der Fürstengruft wurde nachträglich angebaut, damit Anna Pawlowa neben ihrem Mann liegen konnte.

* ♥ *